Rekordverlust nach Fukushima – Tepco-Chef tritt zurück
Der Betreiber des Katastrophen-AKW in Fukushima bekommt in Juni eine neue Führung der jetzige Chef Masataka Shimizu tritt nach der schwersten Atom-Katastrophe seit Tschernobyl zurück und hinterlässt einen Rekordverlust.
Beim Betreiber des havarierten Atomkraftwerks Fukushima, Tepco, wird es personelle Veränderungen geben. Wie der Energie-Konzern mitteilte, tritt der Präsident Masataka Shimizu zurück. Im Juni werde der 66-jährige durch den geschäftsführenden Direktor Toshio Nishizawa ersetzt.
Tepco hatte mit seiner zurückhaltenden Informationspolitik für viel Aufregung gesorgt. Wichtige Details wurden lange Zeit geheim gehalten und teilweise nahm es Tepco auch nicht so genau mit der Wahrheit. Zudem hat das Unternehmen den Katastrophen-Reaktor immer noch nicht unter Kontrolle. Die Arbeiten in Fukushima werden sich schätzungsweise noch Monate hinziehen.
Shimizu hinterlässt eine weitere schwere Aufgabe: Die schwerste Atom-Katastrophe seit Tschernobyl hat Tepco einen Rekordverlust von 1,25 Billionen Yen (10, 5 Milliarden Euro) im abgelaufenen Geschäftsjahr eingebracht. Dies ist der höchste Verlust eines japanischen Unternehmens außerhalb der Finanzbranche. In dem Verlust sind japanischen Medien zufolge die Kosten für Stilllegung der vier Reaktoren in Fukushima bereits eingerechnet. Langfristig sollen die vier Reaktoren verschrottet werden. Den Plan zwei neue AKWs zu bauen, hat Tepco nach der Atom-Katastrophe verworfen und zu den Akten gelegt.

(kf)
