Sony entschuldigt sich und verspricht Entschädigungen
Auf einer Pressekonferenz verbeugte sich die Chef-Riege als Zeichen der Demut sieben Sekunden lang. Anschließend folgte ein Erklärung, in der sich der Konzern für den PSN-Datenklau entschuldigte und Entschädigungen versprach.
„Es tut uns zutiefst leid, dass wir unseren Kunden so viele Schwierigkeiten bereitet haben”, sagte Sony-Präsident Kazuo Harai heute auf einer Pressekonferenz. Er entschuldigte sich damit für Diebstahl von schätzungsweise 77 Millionen Kundendaten der Online-Dienste Playstation Network und Qriocity.
Auf der Pressekonferenz versprach die Unternehmensspitze beim nahenden Neustart der Dienste deutlich erhöhte Sicherheitsmaßnahmen anzuwenden.
So habe Sony beispielsweise ein neues Datenzentrum für die Dienste ausgewählt, zusätzliche Firewalls installiert und die Daten verschlüsselt. Das neue System sei ausgiebig getestet worden. “Gemeinsam mit mehreren außenstehenden und anerkannten Sicherheitsfirmen wurde das System mehrere Tage lang einer umfangreichen Sicherheitsprüfung unterzogen.”, heißt in einer Sony-Pressemitteilung. Außerdem gebe es im Unternehmen eine neue Stelle. Der Chief Information Security Officer soll im Unternehmen allgemein für mehr Sicherheit vor Hacker-Angriffen sorgen.
Um die Playstation-Nutzer für die entstandenen Unannehmlichkeiten zu entschädigen, soll es nun kostenlose Inhalte geben. Das “Willkommen zurück Dankbarkeits-Programm” beinhaltet eine einmonatige kostenlose Mitgliedschaft PlayStation Plus Premium. Außerdem sollen Gratis-Spiele veröffentlicht werden. Qriocity-Abonnenten sollen den Dienst 30 Tage kostenlos nutzen können.
Der Elektronik-Konzern betonte noch einmal, dass nach eigener Einschätzung keine Kreditkartendaten gestohlen wurden und gab bekannt, dass das PSN erst mit den wichtigsten Kern-Funktionen online geht. Neben der Möglichkeit online zu spielen, können Leihfilme wieder geguckt und die Account-Daten verwaltet werden.

(kf)
