US-Soldaten droht Todesstrafe nach Amoklauf in Afghanistan
Den US-Soldaten, der den Tod von 16 Menschen in Afghanistan zu verantworten hat, könnte die Todesstrafe nach seinem Amoklauf erwarten. Verteidigungsminister Leon Panetta räumte diese Möglichkeit nun ein. Mittlerweile ist auch bekannt, dass der Todesschütze unter psychischen Problemen und einer möglichen Hirnverletzung leidet.
Dem US-Soldaten, dessen Name bislang immer noch unbekannt ist, könnte dem amerikanischen Verteidigungsminister Leon Panetta zufolge die Todesstrafe drohen. “Nach meinem Verständnis könnte das unter diesen Umständen infrage kommen”, so Panetta am Montag. Der 38-Jährige Amokläufer ist derweil noch in Gewahrsam der amerikanischen Streitkräfte.
Wie bekannt wurde, hat der zweifache Vater, der am Sonntag wahllos 16 Menschen erschoss, bei seinem letzten Einsatz im Irak eine Kopfverletzung bei einem Autounfall davongetragen. Unbekannt bleibt jedoch, ob dieser Zwischenfall oder eine eventuelle Hirnverletzung möglicherweise zu Verhaltensstörungen des US-Soldaten geführt haben, die etwas mit dem Blutbad zu tun haben.
Des Weiteren wurde bekannt, dass der amerikanische Todesschütze psychische Probleme haben soll. Inwieweit auch diese etwas mit der Tat vom Sonntag zu tun haben könnten, ist bislang unbekannt. Was jedoch feststeht, ist, dass der Mann seit elf Jahren für das amerikanische Militär arbeitet und nahm bereits an drei Einsätzen im Irak teil. Ermittler sollen laut Angaben des Pentagons momentan seine Krankenakte nach Auffälligkeiten durchsuchen.

US-Verteidigungsminister Panetta schließt Todesstrafe für Amokläufer nicht aus (Quelle: flickr Secretary of Defense)
(dt)
