Bettina Wulff geht gerichtlich gegen Autokaufberichte vor
Nun mischt auch sie sich ein: Bettina Wulff ist per einstweiliger Verfügung gegen Presseberichte vorgegangen, in denen es um den angeblich kostenlos zur Verfügung gestellten “Audi Q3″ ging. Die Ehefrau des Bundespräsidenten hat kritische Berichte darüber jetzt verbieten lassen.
Am Donnerstag wurde es erneut unangenehm für Bundespräsident Wulff: Man hatte ihn beschuldigt, kostenlos Luxuswagen gefahren zu sein und mögliche Rabatte eines Autohändlers erhalten zu haben. Die Staatsanwaltschaft in Berlin ermittelt nun diesbezüglich gegen Wulff. Es solle geklärt werden, ob den Wulffs wirklich mögliche Sonderkonditionen und Vorteile von der Audi AG geboten wurden.
Frau Bettina versuchte sich nun dagegen zu wehren und bemühte sich um eine gerichtliche Verfügung. Wulffs Anwalt teilte mit, dass die Gattin des Bundespräsidenten den beiden Zeitungen “Frankfurter Rundschau” und “Berliner Zeitung” untersagte, am Donnerstag die Berichterstattung über den besagten Privatwagen der Wulffs zu veröffentlichen. Denn laut Ansicht von Christian Wulffs Anwalt handele es sich dabei um “Falschberichterstattung”.
Vielmehr habe Bettina Wulff ab dem 22. Dezember einen Audi Q3 “zum marktüblichen Preis von 850 Euro pro Monat” geliehen, so die Audi AG. Dies könne jeder andere Kunde auch. Vorgeworfen wurde den Wulffs aber, dass sie bereits vor dem Sommer 2011 kostenlos einen Audi Q3 gefahren habe – bevor das Modell überhaupt auf dem Markt war. Welche der Angaben nun stimmen, versucht derzeit die Staatsanwaltschaft zu klären.
(dt)

