03.02.2012, 11:26

Bettina Wulff geht gerichtlich gegen Autokaufberichte vor

Nun mischt auch sie sich ein: Bettina Wulff ist per einstweiliger Verfügung gegen Presseberichte vorgegangen, in denen es um den angeblich kostenlos zur Verfügung gestellten “Audi Q3″ ging. Die Ehefrau des Bundespräsidenten hat kritische Berichte darüber jetzt verbieten lassen.

Am Donnerstag wurde es erneut unangenehm für Bundespräsident Wulff: Man hatte ihn beschuldigt, kostenlos Luxuswagen gefahren zu sein und mögliche Rabatte eines Autohändlers erhalten zu haben. Die Staatsanwaltschaft in Berlin ermittelt nun diesbezüglich gegen Wulff. Es solle geklärt werden, ob den Wulffs wirklich mögliche Sonderkonditionen und Vorteile von der Audi AG geboten wurden.

Frau Bettina versuchte sich nun dagegen zu wehren und bemühte sich um eine gerichtliche Verfügung. Wulffs Anwalt teilte mit, dass die Gattin des Bundespräsidenten den beiden Zeitungen “Frankfurter Rundschau” und “Berliner Zeitung” untersagte, am Donnerstag die Berichterstattung über den besagten Privatwagen der Wulffs zu veröffentlichen. Denn laut Ansicht von Christian Wulffs Anwalt handele es sich dabei um “Falschberichterstattung”.

Vielmehr habe Bettina Wulff ab dem 22. Dezember einen Audi Q3 “zum marktüblichen Preis von 850 Euro pro Monat” geliehen, so die Audi AG. Dies könne jeder andere Kunde auch. Vorgeworfen wurde den Wulffs aber, dass sie bereits vor dem Sommer 2011 kostenlos einen Audi Q3 gefahren habe – bevor das Modell überhaupt auf dem Markt war. Welche der Angaben nun stimmen, versucht derzeit die Staatsanwaltschaft zu klären.

Bettina Wulff geht nun gerichtlich gegen Zeitungen vor (Quelle: flickr/dilmarousseff)

Bettina Wulff geht nun gerichtlich gegen Zeitungen vor (Quelle: flickr/dilmarousseff)

(dt)

Weitere Nachrichten zum Thema "Wulff in der Kritik"

Vuvuzelas begleiteten Wulffs Großen Zapfenstreich

09.03.2012 | 11:02

Wulff in der Kritik

Vuvuzelas begleiteten Wulffs Großen Zapfenstreich

Am gestrigen Donnerstagabend fand der Große Zapfenstreich für Ex-Bundespräsident Christian Wulff in Berlin statt. Neben den rund 200 geladenen Gästen versammelte sich vor dem Schloss Bellevue eine Schar von wütenden ...

Wulff will neben Ehrensold auch Büro und Mitarbeiter

05.03.2012 | 10:47

Wulff in der Kritik

Wulff will neben Ehrensold auch Büro und Mitarbeiter

Der Ehrensold ist Ex-Bundespräsident Christian Wulff offenbar noch nicht genug: Wie der "Spiegel" berichtet, fordert er nun auch ein Büro und Mitarbeiter. Diese Privilegien würden den Steuerzahler in Zukunft weitere ...

Deutsche fordern: Kein Ehrensold für Wulff

02.03.2012 | 09:32

Wulff in der Kritik

Deutsche fordern: Kein Ehrensold für Wulff

Dem ehemaligen Bundespräsident Christian Wulff wurde gestern vom Bundespräsidialamt das Recht auf den Ehrensold von jährlich 199.000 Euro bis an sein Lebensende zugesprochen. Bei einer Umfrage kommt nun heraus: 84 Prozent ...

Thema "Bettina Wulff geht gerichtlich gegen Autokaufberichte vor" kommentieren