Amokläufer in Afghanistan war offenbar betrunken
Der US-Soldat, der Ende letzter Woche in Afghanistan wahllos 16 Menschen erschoss, soll angeblich unter dem Einfluss von Alkohol gestanden haben. Auch ein Streit mit seiner Frau soll den Amokläufer in emotionalen Stress versetzt haben. Sind dies die möglichen Gründe für die Tötungen?
In der vergangenen Woche in der Nacht von Samstag zu Sonntag hatte ein amerikanischer Soldat wahllos 16 Menschen erschossen. Bislang konnte kein ersichtlicher Grund ausfindig gemacht werden. Nun kommt aber heraus: Der Unteroffizier stand offenbar unter dem Einfluss von Alkohol, wie die “New York Times” berichtet. Diese Information erhielt die Nachrichtenseite von einem Regierungsvertreter, dessen Name nicht genannt wurde.
Weiter heißt es, dass der Todesschütze in Zusammenhang mit seinem vierten Kampfeinsatz in Afghanistan unter Stress gestanden habe. Die Einsätze des Militärs hätten auch zu Problemen mit seiner Frau geführt. Dies sollen mögliche Gründe für den Amoklauf des vergangenen Wochenendes gewesen sein.
“Am Ende wird es eine Kombination aus Stress, Alkohol und häuslichen Problemen sein – er ist einfach ausgerastet”, so der Regierungssprecher weiter. Bereits in den vergangenen Tagen wurde über mögliche psychische Probleme diskutiert. Sogar eine Kopfverletzung und deren möglichen Folgeschäden wurden als Grund für die Mordtat in Betracht gezogen.
Der Soldat befindet sich laut Medienberichten derzeit noch immer in Afghanistan in einer US-Militärbasis in Kuwait, soll aber in Kürze in die USA geflogen werden. Weiteren Berichten zufolge soll es Verhandlungen mit Kuwait gegeben haben, das den Amokschützen nicht länger im Land behalten wolle. Laut US-Verteidigungsminister Leon Panetta könnte dem Unteroffizier die Todesstrafe drohen.

Das amerikanische Militär steht in Afghnistan momentan stark in der Kritik (Quelle: Flickr/The U.S. Army)
(dt)
